Revit: Orthogonal deaktivieren

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MaxS2G8J
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Revit: Orthogonal deaktivieren

MaxS2G8J
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Hallo,

 

warum wird die Modellinie immer Orthogonal gezeichnet, obwohl ich im Objektfang die "Fangstufen Winkelbemaßung" ausgeschalten habe? Erst ich den Objektfang (SO) komplett ausschalte, kann ich in jedem Winkel zeichnen. Ich brauche aber Fangpunkte wie End-, Mittel- und Schnittpunkte.

eliasS2G8J_1-1683101606350.png

 

Hintergrund: Ich modelliere eine Punktwolke eines Gebäudes nach, welches Schräge aussenwände besitzt.

 

Ich hoffe mir kann jemand weiterhelfen.

 

Freundliche Grüße.

 

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vincent.oberhuber
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Hallo @MaxS2G8J

 

das liegt hauptsächlich daran, dass Revit mit so leichten Ungenauigkeiten im Modell nicht gut arbeitet und dies im späteren Modellierungen deines Gebäudes zu vielen Fehlern oder eben weiteren Ungenauigkeiten führen kann.

Hier "hilft" dir Revit also eigentlich schon, in dem es erstmal nicht zulässt, dass du so "ungenau" arbeitest.

Allein die Bemaßung deines Gebäudes wird dir auf Dauer keinen Spaß machen.

 

Ich habe auch schon einige Punktwolken nachmodelliert - Überleg dir hier am besten, ob die Ungenauigkeit es wert ist, oder du mit gewissen Toleranzen nicht besser voran kommst.

 

Als Beispiel:

Wenn die blaue Linie hier deine Innenseite der Punktwolke darstellt, könnte man bei der Modellierung den Mittelwert nehmen. Allerdings kommt es eben darauf an, ob es hier um einige Zentimeter, oder nur ein paar Millimeter geht.

vincentoberhuber_0-1683872503096.png

Solltest du bei einigen Punkten die Wand wirklich original schräg zeichnen, dann hilft dir TAB sehr weiter.

Beim Objektfang gibt es ja auch den "Punktwolke fangen (PC)" - der bleibt eingeschaltet.

Zeichne die Wand und bevor du sie abklickst, tippe einmal auf TAB, um die Punktwolke zu fangen. Das hat zumindest bei mir immer sehr gut funktioniert.

vincentoberhuber_1-1683872780035.png

 

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MaxS2G8J
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Hallo Vincent,

 

vielen Dank für deine Antwort.

 

Ich konnte bereits herausfinden, dass TAB den Fangpunkt "entriegelt". Ich habe im weiteren Verlauf des Projektes dann auch oft Mittelwerte angenommen, weil das Modell sonst irgendwann kaum mehr sauber zu bearbeiten wäre. Dazu kam noch, dass Wände auch horizontal geneigt waren.

 

Wie du schon sagtest, muss man sich mit gewissen Ungenauigkeiten abfinden, oder diese selber festlegen. Ich wollte aus der sehr guten Grundlage, der Punktwolke, das bestmögliche rausholen. Werden Außenwände gerade, statt schräg gezeichnet, verändern sich die Massen der Wände im Innenraum auch. Somit zieht sich der Fehler durch das komplette Modell und überträgt sich auf die Massen. Mir ist jetzt bewusst, dass Revit Schwierigkeiten mit kleinen ungenauigkeiten hat und werde in Zukunft vor der Nachmodellierung festlegen, wie ungenau das Modell werden soll.

 

Es kommt natürlich auch immer auf den Anwendungsfall des Kunden an. Wird ein sehr genauer Schnitt durchs Gebäude benötigt, dann werde ich vermutlich die Punktwolke in AutoCAD laden und die Punktwolke mit Polylinien abfahren um eine Millimetergenauigkeit zu erreichen.

 

Vielen Dank.

 

Gruß

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vincent.oberhuber
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Klar, es kommt immer ganz darauf an wie die Wünsche oder Anwendungsfälle aussehen.

Sollte das Modell wirklich sehr genau werden müssen, finde ich das das mit der Polylinie eine super Idee 🙂

 

Ich habe Punktwolken oft genutzt, um ein Bestandsmodell für die Weiterarbeit aufzuarbeiten. Da bin ich mit solchen Anpassungen immer ganz gut gefahren. Beim Mengenziehen ist das natürlich ein anderes Thema, vor allem horizontalen Neigungen machen das Nachmodellieren dann ja nochmal schwieriger.

 

Wünsche dir viel Erfolg bei deiner weiteren Bestandsmodell-Erstellung 🙂

 

Beste Grüße

Vincent