Kontur Polar drehen nach DXF Import

Kontur Polar drehen nach DXF Import

stefan-schwarz-oh
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Nachricht 1 von 17

Kontur Polar drehen nach DXF Import

stefan-schwarz-oh
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Hallo,

ich habe ein kleines Problem: Ich habe ein Zahnrad, welches nicht nach Norm entspricht. Um die genaue Kontur zu bekommen, wurde  auf einem Konturograph(keine Koordinatenmessmaschine)  ein kompletter Zahn+ was noch an Weg möglich war abgefahren(irgendwann stand die Nadel am Zahn nicht mehr mit der Spitze sondern weiter Oben an). Nun wollte ich mir die Kontor Projezieren und einfach um den Mittelpunkt drehen. Geht aber nicht, da ich nur einzelne Punkte habe und keine komplette Geometrie, die ich abklicken kann. Importiertes Format war DXF. Durch meine Eingezeichneten Hilfslinien habe ich ja den Mittelpunkt. Kann ich nun irgendwie einen Zahn Markieren und mit der Funktion "Polare anordnung" den Zahn 20mal um den Mittelpunkt drehen? Oder irgendwie anders?

Falls hie rjemand helfen könnte, wäre ich wirklich dankbar:-)

 

Zahnform.PNGZahnform2.PNG

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Nachricht 2 von 17

Dominik.Janshoff
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In einer Skizze kannst du Skizzenelemente drehen. Denn Drehpunkt musst du dafür aber schon kennen.

 

DominikJanshoff_0-1638289111634.png

Elemente auswählen du drehen willst und dann den Mittelpunkt.

 

An deiner Stelle würde ich aber erstmal nur eine Zahnlücke modellieren und den Rest dann über eine polare Anordnung im 3D Bereich machen.

 

Ich würde auch die Zahngeometrie in AutoCAD aufbereiten und die dann nach Inventor exportieren, über dwg oder dxf. Also die Gemotrie mittig ausrichten, auf den entsprechenden Durchmesser bringen und den Kopfkreis einzeichnen. Solche arbeiten gehen m.M nach noch besser in AutoCAD als in Inventor. Einer von den wenigen Fällen in den ich sage "AutoCAD ist dafür besser als Inventor".

 

Dominik

 

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Nachricht 3 von 17

stefan-schwarz-oh
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Hi, vielen Dank für deine Antwort. Was meinst du mit Modelieren? Den Zahn nachzuzeichnen ist nicht einfach da das ne Evolvente ist und der Bogen ja nicht immen den selben Radius hat.

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Nachricht 4 von 17

Dominik.Janshoff
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Du erstellst dir einen Zylinder mit dem Kopfkreisdurchmesser. Danach erstellst du dir eine Zahnlücke mit der Geometrie aus dem dxf/dwg import. Die dxf Datei hast du vorher im AutoCAD ausgerichtet. Danach nimmst du dieses Feature und machst im 3D Bereich eine Anordnung.

 

  • Zylinder

DominikJanshoff_1-1638290938620.png

 

 

  • Die Skizze für eine Zahnlücke erstellen. (meine ist jetzt stark vereinfacht, du solltest die Skizze nehmen die du in AutoCAD aufbereitet hast.)

 

DominikJanshoff_2-1638290938627.png

 

 

  • Die Zahnlücke mit Extrusion erstellen

 

DominikJanshoff_3-1638290938634.png

 

 

  • Die Zahnlücke mit Polarer Anordnung im 3D Modell erstellen

 

DominikJanshoff_4-1638290938647.png

 

DominikJanshoff_5-1638290938654.png

 

Nachricht 5 von 17

stefan-schwarz-oh
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Hmm, AutoCAD habe ich leider nicht:-(

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Nachricht 6 von 17

Dominik.Janshoff
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In AutoCAD geht es halt etwas leichter. Mit dem Befehl aus meinem ersten Post geht es aber auch. Du kannst in der Skizze Elemente per Befehl verschieben, drehen und kopieren.

DominikJanshoff_0-1638293656920.png

 

Viel Erfolg!

Nachricht 7 von 17

stefan-schwarz-oh
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Bei mir geht es leider nicht, da ich die Kontur nicht Projezieren kann. Ich kann nur jeden einzelenen Punkt Projezieren, nicht aber die ganze Kontur. Oder habe ich etwas beim Import falsch gemacht?

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Nachricht 8 von 17

Dominik.Janshoff
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Kannst du mal deine Datei hochladen? In welcher Inventorversion arbeitest du?

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Nachricht 9 von 17

stefan-schwarz-oh
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Wo kann ich hier Dateien einfügen? Finde nur Bilder, Video, HTML, etc. Sorry, aber bin totaler Neuling hier🙈 Habe Inventor 2020

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Nachricht 10 von 17

Dominik.Janshoff
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Per Drag&Drop in den Bereich ziehen in dem du die Antworten schreibst oder

DominikJanshoff_0-1638297353463.png

 

Nachricht 11 von 17

stefan-schwarz-oh
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Hat funktioniert, siehe Anhang:-)

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Nachricht 12 von 17

Dominik.Janshoff
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Ich habe die dxf mal in AutoCAD importiert. Wenn ich es richtig verstanden habe, stammt die Datei aus einer Messmaschine (ohne Koordinatensystem). Um mit dieser Skizze weiter zu arbeiten hätte ich folgende Problem:

 

Die Kontur besteht aus gefühlt 10 000 Scheitelpunkten. Durch – ich nehme mal an – Messungenauigkeiten bei der Maschine sind ist die Kontur nicht sauber. Sie ist an manchen Stellen ungenau.

DominikJanshoff_0-1638417437880.png

 

DominikJanshoff_1-1638417437883.png

 

 

DominikJanshoff_2-1638417437886.png

 

Die Anzahl der Scheitelpunkte zu verringern ist in Inventor eine Arbeit die echt keinen Spaß macht. Ich würde damit gar nicht erst anfangen. Selbst in AutoCAD wüsste ich nicht wie man das ohne extrem viel Handarbeit hinbekommt. Und dann müssten man auch noch die Fehler korrigieren.

Von daher wäre mein Ansatz, die Kontur in AutoCAD nach zu konstruieren. Je nachdem wieviel mühe du dir gibst, baust du aber auch hier wieder Ungenauigkeiten ein. Jetzt ist die Frage, wie genau muss da ganze sein. Wenn man sich den Zahngrund mit einem 3 Punkte Kreis erstellt kommt für den Ø ein ziemlich krummer Wert raus.

DominikJanshoff_3-1638417437891.png

 

 

Ich persönlich müsste an dieser Stelle jetzt die richtigen Durchmesser raten. Kommen diese Maße hin? Als ich versucht habe, die dxf in Inventor zu öffnen, hat er bei mir als Einheit Zoll erkannt.

 

Das symmetrische Ausrichten der Kontur ist auch nur ca. möglich. Durch die Menge an Scheiteilpunkten kannst du nur Raten, welcher der in der Mitte ist. An dieser Stelle würde ich auch wieder eher dazu tendieren, die Zahnflanken nachzukonstruieren. Mit einem Spline mit wenigen Scheitelpunkten oder in Excel mit Hilfe der Evolventen Formel von Wiki die Kurve berechnen und in AutoCAD übertragen. Das geht glaube ich genauer als die vorhandene Kontur zu drehen.

Ich bin der Meinung, wenn man sich beim Nachkonstruieren mühe gibt, liegen die Abweichungen unter den Fertigungstoleranzen.

 

Kannst du mir, bzw. dir selbst ein Fragen beantworten?

 

Wo kommt das Zahnrad her, welches du abgetastet hast? Ist es defekt und du brauchst Ersatz?

Heißt das du willst ein neues fertigen lassen? Ist für die Fertigung ein 3D Modell erforderlich? Wird es Aditiv gefertigt? Wenn es durch spannende Bearbeitung erstellt wird, brauchst du kein 3 D Modell.

 

Was ist an dem Zahnrad nicht nach Norm? Für mich sieht es auf den ersten Blick nach einem Zahnrad mit einer Evolvente aus. Ist es nicht nach Norm, weil es eine Profilverschiebung hat? Hat es keine Evolvente?

Oder beutet „nicht nach Norm“, der Modul tanzt aus der Normreihe? Dann wird entweder das Werkzeug brutal teuer oder du musst es Aditiv fertigen (ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass stabile Zahnräder heute gedruckt werden können). Dann kannst du es aber wieder viel besser Konstruieren.

 

Im Anhang findest du die Datei, in der ich das Zahnrad nach bestem Wissen und Gewissen mittig ausgerichtet habe. Aber hier sind schon eine Menge Fehler drin. Das sieht man zum Beispiel an den Durchmessern der beiden Kreise die mit dem 3 Punkte befehle erzeugt habe.

DominikJanshoff_4-1638417437895.png

 

Ob dir das genau genug ist, muss du entscheiden. Meiner Meinung nach, wird aber es aber nicht viel besser werden, egal wieviel mühe man sich gibt. Vondaher sollte ordentlich nachkonsturieren, schon besser sein.

 

 

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Nachricht 13 von 17

stefan-schwarz-oh
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Hallo,

 

vielen Dank für die Ausführliche Aufklärung.Das Zahnrad stammt aus einem amerikanischen Sternmotor aus dem 2. Weltkrieg. Es ist ein Übersetzungsgetriebe für den Kompressor. Das Zahnrad ist nicht defekt, sondern an dem Zahnrad ist noch ein weiteres, an den Zähnen soll die Übersetzung geändert werden. Diese Zahnform/Zahnradpaar hier bleibt jedoch erhalten. Ich hatte das Zahnrad bei einer Firma in meiner Gegend zur Begutachtung zwecks Fertigung, die haben mir dann angerufen nach der Begutachtung und abgelehnt, da es eine Sonderform wäre(erstmal Zoll Modul, und aber Korrigiert,wurde mir zumindest so gesagt).Hier sei gesagt , dass sie auch nicht ernsthaft Interesse gezeigt haben dies zu machen. Die weiteren Firmen, die ich anfragte, waren zumindest so fair und haben gleich gesagt, dass sie es nicht machen.

Auch wenn ich mit den vorhandenen Maßen was ich Messen kann(Kopfkreismesser,Fusskreisdurchmesser, Zähnezahl, Achsabstand, Zweikugelmaß) im Zahnradberechnungsprogramm das Theoretische Modul ausrechne und eingebe, Komme ich nie auf den Fusskreis oder Kopfkreisdurchmesser oder Zweikugelmaß, den ich haben müsste.

 

Ich brauche laut dem Fertiger, der das nun macht, nun min 3 Zähne in meiner Kontur, damit er die Zahnweite bestimmen kann(Kopfkreisdurchmesser was ich mit der Bügelmesschraube am Orginalrad gemessen habe hat er ja)

Daher war meine Theoretische Vorgehensweise:

Ich nehme den Zahn, der "ok" (wie im Bild) lege meinen Mittelpunkt mit einem Hilfskreis fest(Durchmesser habe ich ja; Ist 73,40mm) und drehe meinen Zahn, einfach 20mal um den Mittelpunkt. Er bräuchte zwar nur 3 aber ich hätte halt gleich das ganze rad rausgelassen. Daher liegst dur mit deinem Maß nichtmal so weit weg. Und da es nur zum Messen gedacht ist, würde ich die kleinen Konturschäden vernachlässigen(anderst sähe es aus wenn die Kontur gefräst werden sollte)

Die Kontur wurde auf einem Konturmessgerät von MAHR gemessen.

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Nachricht 14 von 17

ca-d.one
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Advisor

Huhu !

Stefan, vielleicht gibt es noch eine ganz pragmatische Möglichkeit dein Problem in den Griff zu bekommen.

Das dxf, welches du bekommen hast könnte ein sehr altes Format haben.

Diese alten dxf-Dinger können noch keine Spline-Interpretation leisten.....

 

Ist es ggf. möglich das Ausgabeformat bzw. die dxf-Version der Messmaschine zu erhöhen?

 

LG

+dirk+

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Dirk Prante
Inventor Certified Professional<

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Nachricht 15 von 17

ca-d.one
Advisor
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Jo, gerade mal nachgeschaut......die Version die die Maschine erstellt kommt aus 200-2002....

 

LG

+dirk+dxf.JPG

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Dirk Prante
Inventor Certified Professional<

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Nachricht 16 von 17

Dominik.Janshoff
Collaborator
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So wie du mir die Umstände beschrieben hast, würde ich es versuchen nachzukonstruieren und deine Messwerte zum Verifizieren nehmen.

 

Die Amerikaner berechnen (soweit ich weiß) Zahnräder auf die gleiche Art und Weise.

 

Teilkreisdurchmesser = Zähnezahl mal Modul

Kopfkreisdurchmesser = Teilkreisdurchmesser + 2 x Modul

Wenn du den Zahnabstand messen kannst, kannst du auch deinen Modul berechnen. Dann einen grade wer nehmen und schauen ob es diesen in der Amerikanischen Normreihe gibt.

 

Google spuckt ne Menge zum Thema Zahnradberechnung aus.

 

Wenn du Zähnezahl und das Modul kennst, kannst du den Rest berechnen. Was jetzt noch unbekannt ist, ist die Profilverschiebung. Wenn du einen Modul gefunden hast, wird die Differenz aus deinem berechneten Achsabstand und dem Tatsächlichen Achsabstand (bitte messen) die Profilverschiebung sein.

Mit Hilfe dieser Infos würde ich das Zahnrad in Inventor nachkonstruieren und deine dxf Skizze drüberlegen, ob das optisch hinkommt.

 

Wie dein Zahnradfertiger das kann, wenn er drei Zähne als (ungenaue) Skizze hat, kann ich nicht nachvollziehen. Da es sich aber anscheinend um ein 0815 Zahnrad handelt, werden die damals auch keine Raketenwissenschaft genutzt haben, um es zu berechnen und zu fertigen.

 

FG Dominik

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Nachricht 17 von 17

stefan-schwarz-oh
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Hallo,

habe es hinbekommen. War jedoch etwas "mühselig". Musste jede einzelne Linie projezieren(man muss ganz nah ran scrollen, dann geht es) . Habe jedoch nur einen Zahn soweit projeziert, ohne große "Messfehler". Anschließend habe ich die kontur mit 3 linien geschlossen und den Mittelpunkt festgelegt-> Kopfkreisdurchmesser des Orginalrades ist ja bekannt, da mit Bügelmessschraube gemessen. Durch meinen Mittelpunkt konnte ich nun eine Arbeitsachse legen und meine Extrusion um diese 20mal drehen(20 Zähne). Modul habe ich anhand des Aussendurchmessers und der Zähnezahl berechnet. Da jedoch nach der Orginalkontur gefertigt werden soll, ist dieser für mich erstmal zweitrangig. Ich denke das dies wohl genauer sein wird. Ich habe zwar auch versucht eine passende Kontur mit meinen errechneten Daten(modul) zu erhalten, jedoch hat es nie gepasst(Kopfkreis; Fusskreisdurchmesser; Zweikugelmaß, etc) Wenn  ein Maß gepasst hat, waren 2 andere davon daneben. daher denke ich das, die Lösung mit der Orginalkontur wohl der sichere Weg ist. 

 

Trotzdem noch vielen dank für eure Unterstutzung:-)

 

Habe mal nachgefragt,  die Ausgabe der Kontur könnte auch als smd, hfm, hwp oder pro erfolgen. wäre das etwas besser als das aktuelle dxf format? 

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