@hans-subtschik schrieb:
...werde ich deine Zeichnung sofort testen!
Davon muss ich dringend abraten! Wie ich schon in meinem Post erwähnt habe, ist das nur ein Vorschlag von mir, bezüglich der Frässtrategien. Dazu habe ich einfach die Werkzeuge benutzt, die du in deiner Datei schon drin hattest. Aber wie schon gesagt, musst du alle Parameter deinen Gegebenheiten anpassen.
Die Reihenfolge muss lauten:
1. Mach dir um die zu verwendenden Frässtrategien Gedanken. Dazu kann mein Vorschlag dienen (hoffentlich)
2. Überlege, wie du dass Werkstück spannen willst und integriere die Spannmittel unbedingt in deine CAM Zeichnung! Nur so kann F360 in der Simulation auch Kollisionen mit den Spannmitteln feststellen.
3. Wähle die Fräser entsprechend (Werkstück/Frässtrategie/Spannung) Bereits hier kannst du feststellen, dass dein 3mm Schaftfräser mit knapp 8mm Schneide für das 12mm tiefe Rad nicht geeignet ist. Auch die Länge unter dem Halter mit knapp 17mm könnte bei gesetzten Spannmitteln bedenklich sein. Natürlich gibt es auch Möglichkeiten, tiefere Taschen als die Schneidenlänge zu machen, aber die solltest du erstmal nicht in Erwägung ziehen.
4. Passe alle Parameter in den Jobs entsprechend dem Werkstück, dem Werkzeug und den Möglichkeiten deiner Maschine an. Besonderes Augenmerk gilt hier den Werkzeugparametern (Drehzahl/Geschwindigkeit etc) wowie den möglichen Zustellungen Ae/Ap. Besonders die beiden letzten Parameter hängen extrem von deiner Maschine ab und sind bei Hobbymaschinen oftmals nur experimentell für verschiebene Werkstoffe zu ermitteln. Da kann man dann schon mal bei einem 1/10 des eigentlichen Katalogwertes landen.
5. SIMULATION! SIMULATION! SIMULATION! Und die mit eingeschalteter Option "Stopp bei Kollision". Manchmal übersieht man eine Kollision, so stoppt die Simulation und mann kann in Ruhe nachschauen.
Dabei ist es unbedingt zu empfehlen in der Werkzeugdatei auch den eingesetzten Halter festzulegen. Nur so kann der bei der Kollisionsüberwachung berücksichtigt werden!
6. Teste unbedingt noch weitere infrage kommenden Strategien. Die vorgeschlagenen sind weder die Einzigen und wahrscheinlich auch nicht die Besten, sondern allenfalls Mögliche!
Noch ein Tip zum Schlichtprozess.
Wenn du den 3D-Ac Job zum Schlichten verwenden willst, würde ich evtl. die Innenseiten des Radreifens nicht mit behandeln. Macht nicht unbedingt Sinn mit dem Kugelkopf.
Dazu kannst du im Fertigungsmodell eine Skizze mit der Silhouette einer Speiche projizieren und benutzen.

Den Job berechnest du dann nur für diese Speiche und vervielfältigst den dann mit einem Kreismuster:

Das hat einige Vorteile.
- Die Berechnung erfolgt wesentlich schneller. Bei komplizierten AC-Jobs können die Zeiten schon mal explodieren.
- Die einzelnen Speichen werden absolut identisch. Für manche Jobs kann dass schonmal entscheidend sein, da sich z.B. die Fräsrichtung sonst immer auf das ganze Werkstück bezieht und nicht wie im Beispiel auf eine Speiche.
Leider wird der G-Code anders als bei linearen Mustern trotzdem als Ganzes und nicht als rotiertes Unterprogramm für eine Speiche berechnet, weshalb man bei der G-Code Länge hier nichts einspart.
Ein abschließender Hinweis und ich denke, das gilt auch für andere Hilfegebenden.
Ich kann KEINE GARANTIE den Fräserfolg geben!
Meine Hinweise sollen nur Anregungen für die eigene Arbeit sein, die NIEMALS PAUSCHAL übernommen werden dürfen.
Für etwaige Schäden, wo auch immer, übernehme ich keinerlei Verantwortung!
Zum Glück kommen meine Warnungen und Hinweise in deinem Fall ja noch rechtzeitig. Hätte deine neue Spindel nur sehr ungern auf dem Gewissen (wenn auch nur indirekt);-)
Gruß
Reiner