Schräge linie fräsen

Schräge linie fräsen

thiemann.k
Contributor Contributor
4.185Aufrufe
15Antworten
Nachricht 1 von 16

Schräge linie fräsen

thiemann.k
Contributor
Contributor

Hallo Community,

 

ich möchte eine Nut fräsen, die "schräg" verläuft. Also von 0 auf 10mm (die jeweils äußeren Linien) und an der hinteren Linie durchgehend 10mm.

 

Ich denke, dass ich mittels "3D->Projizieren" die Kontur nachfräsen kann?!?

Aber irgendwie fehlt mir da die Tiefeneinstellung. Denn zum Ende hin, sollte es wohl nicht klug sein, 10mm in der Teifenzustellung wegzunehmen 😉

 

Kann mir da jemand behilflich sein?

Danke und schöne Grüße

0 „Gefällt mir“-Angaben
Akzeptierte Lösungen (2)
4.186Aufrufe
15Antworten
Antworten (15)
Nachricht 2 von 16

Reitprecht
Advocate
Advocate

Vielleicht so?

Harald

Nachricht 3 von 16

thiemann.k
Contributor
Contributor

wahnsinn, das sieht schonmal sehr gut aus!

Allerdings soll keine "Tasche" gefräst werden, sondern eine 10mm Nut.

 

Jetzt muss ich erstmal nachvollziehen, wie Du das angestellt hast 😉

 

DANKE!

0 „Gefällt mir“-Angaben
Nachricht 4 von 16

rewedesk
Advisor
Advisor

Das kannst du auch mit 3D-Projizieren und Axialer Zustellung machen.

 

2020-05-02_11-36-28.png

 

Reiner

Nachricht 5 von 16

thiemann.k
Contributor
Contributor

Ich bekomme beim Besten Willen keine Nut darein.

Leider habe ich es noch nicht nachvollziehen können, wie Du dort die Schräge Extrusion eingebaut hast?!?

0 „Gefällt mir“-Angaben
Nachricht 6 von 16

rewedesk
Advisor
Advisor
Akzeptierte Lösung

@thiemann.k Da ich in deinem Projekt nicht eindeutig erkennen konnte, wo genau eine Nut sein soll, habe ich das mal ganz allgemein in einer neuen neuen Komponente Namens allgemein gemacht (siehe Projekt). Die einzelnen Schritte kannst du hier sehen, sofern es da einer Erklärung bedarf.

Pics.png

Das ist aber nur EINE Möglichkeit, so eine schräge Nut zu zeichnen und sicher auch nicht die Optimalste.

Was es etwas aufwändiger macht, ist die Mittellinie, die am Grund der Schräge für den CAM-Job benötigt wird.

Das ganze über eine Projektion mit Axialversatz zu machen sollte zwar gehen, ist aber nicht unbedingt die optimale Strategie.

Also nimm es mal ans Anregung. 

 

Nachricht 7 von 16

Reitprecht
Advocate
Advocate

Hallo,

ich habe mich damit nochmals beschäftigt und musste feststellen, dass mein Vorschlag von gestern nicht das gewünschte Ergebnis brachte. Da habe ich mich bei der Simulation täuschen lassen (Modell/Rohteil Sichtbarkeit).

 

Nun habe ich mich nochmals damit gespielt. Also Modell gezeichnet, Ebene an Winkel erstellt, Modellumriß projiziert, zweimal Offset und Nut extrudiert.

Dann Fertigen, und mit 3D Adaptiv (Bearbeitungszeit 1:34 viel zu lange) und/oder mit 3D Tasche (Bearbeitungszeit mit über 30min immer noch viel zu lange) die Nut geräumt.

Ich denke, da muss es viel einfachere und effektivere Lösungen geben (bin selber bestenfalls fortgeschrittener Anfänger).

Die Lösung von  rewedesk schaut bei mir in der Simulation eigenartig aus. Da ist das Rohteil zur Hälfte zum Model versetzt lokalisiert (warum eigentlich?). Auch die Fräsbahnen der Schräge haben eine einzige Z-Stufe?

 

Harald

Nachricht 8 von 16

rewedesk
Advisor
Advisor

@Reitprecht  schrieb:

..

Die Lösung von  rewedesk schaut bei mir in der Simulation eigenartig aus. Da ist das Rohteil zur Hälfte zum Model versetzt lokalisiert (warum eigentlich?).

Da meinst du sicher mein kurzes Beispiel von gestern. Da kenn ich keinen Versatz Rohteil/Model erkennen. Falls du die mittige Ebene meinst, die hab ich nur benutzt, weil der Projektions-Job die Mittellinie braucht

.

...Auch die Fräsbahnen der Schräge haben eine einzige Z-Stufe?

Naja, das steuerst du über die Anzahl der Zustellungen (sie mein Beispiel von heute)

 


Ich denke, da muss es viel einfachere und effektivere Lösungen geben

Da magst du Recht haben. Aber das war nicht die Frage;-) Das hängt von so vielen Faktoren ab. Mit meiner (Hobby)Maschine würde ich bei Alu/Stahl bei 10mm Nut wahrscheinlich einen kleineren Fräser und 3D-AC benutzen.

 

Gruß und schönen Sonntag

Reiner 

 

 

Nachricht 9 von 16

thiemann.k
Contributor
Contributor

Tip Top! Das reicht mir aufjedenfall! Vielen vielen Dank!

 

Auch super erklärt! Um es endgültig zu verstehen, werde ich nun mal eine neue Zeichnen 😉

 

Schönen Sonntag!

0 „Gefällt mir“-Angaben
Nachricht 10 von 16

Reitprecht
Advocate
Advocate

Ad Reiner,

Der eigenartige Versatz Rohteil/Modell ist dein Beispiel von heute.

 

Harald

0 „Gefällt mir“-Angaben
Nachricht 11 von 16

rewedesk
Advisor
Advisor

@Reitprecht Uups,

das hab ich gar nicht gesehen. Passiert leicht, wenn man ein neues Setup einfügt. Da wird defaultmäßig das Model des ersten Setups hergenommen. Und wenn man das nicht ändert;-)

 

So ist es besser:

 

2020-05-03_12-07-39.png

 

Sorry, wollte keine Verwirrung stiften;-)

Reiner

Nachricht 12 von 16

rewedesk
Advisor
Advisor

@Reitprecht  

Das ist alles gar nicht so leicht ;-( Deinen Hinweis mit dem verschobenen Model habe ich zum Anlass genommen, mich noch mal etwas tiefer mit der Projektion zu befassen.

 

Also meine vorherige Anleitung ist zwar nicht falsch;-) aber viel zu kompliziert;-(

Bei der Nut als Projektion wird eigentlich lediglich nur die Mittellinie der Nut (von oben) sowie die schräge Fläche benötigt.

Dabei ist es unerheblich, ob die Schräge als die tatsächliche Nut oder als Taschenfläche wie im Ausgangsprojekt von thimann.k vorliegt.

neu 1.png

Durch die Auswahl der Geometrie ist die Fräskontur eindeutig bestimmt. Da braucht es NICHT die Mittellinie am Boden! 

Durch die Wahl des Körpers als Modelfläche ist die vertikale Geometrie bestimmt. Nämlich alles entlang der Fräsbahn bis zur Schräge(Nutboden)

 

Aber Achtung!

Die Nut muss so gestaltet sein, dass F360 da eine durchgehende Nut als Fräsbahn berechnen kann. Will man da sicher sein, kann A. die Nut ggf. etwas größer designt sein oder B. der Fräser kleiner als die Nut gewählt werden.

2020-05-03_13-27-54.png

 Sonst sieht die Fräsbahn nicht so aus, wie man das eigentlich will.

Am flachen Ende rudert der Fräser etwas überflüssig in der Luft rum, das ist vlt. nicht optimal. Aber die Fräsbahn wird halt so berechnet.

 

Ich hoffe ich konnte die Verwirrung noch etwas komplettieren;-)

 

Sorry

Reiner

 

0 „Gefällt mir“-Angaben
Nachricht 13 von 16

Reitprecht
Advocate
Advocate

Ha, das schaut jetzt gut aus, und obendrein noch gut erklärt.

Ich kämpfte noch mit Projizieren, hatte einen zu großen Fräser und deshalb seltsame Werkzeugwege.

Bei genauerer Betrachtung ist das eigentlich recht kompliziert und spanabhebend kaum zu machen. Kommt nämlich darauf an, ob der Grund der Nut parallel zur Werkstückoberfläche oder zur Schräge gestaltet werden soll. Einfach ists natürlich mit einem Ball End Mill Fräser.

 

Harald

Nachricht 14 von 16

rewedesk
Advisor
Advisor

@Reitprecht  schrieb:

...Bei genauerer Betrachtung ist das eigentlich recht kompliziert und spanabhebend kaum zu machen. Kommt nämlich darauf an, ob der Grund der Nut parallel zur Werkstückoberfläche oder zur Schräge gestaltet werden soll. Einfach ists natürlich mit einem Ball End Mill Fräser.

Korrekt. Bei Schräge parallel zur Werkstückoberfläche fräse ich i.d.R. mit Endmill vor und geh dann mit einem Parallel-Job mit einem Boll-Nose drüber. Das hab ich schon einige Male gemacht.

Ist die Nut parallel zur Schräge, würde ich versuchen, dass Werkstück entsprechend schräg zu spannen und dann normal 2D fräsen.

 

Aber generell schein mir die Projektion nicht die beste Wahl zu sein. Die ist für diesen Zweck recht limitiert. 

z.B. kann ich keinen Einfahrpunkt bestimmen, was im konkreten Fall recht hilfreich wäre.

 

 

 

Nachricht 15 von 16

thiemann.k
Contributor
Contributor

Hey Reiner,

 

schau mal...

 

wenn ich das korrekte Modell auswähle, dann kann ich plötzlich nicht mehr "schräg" projizieren?!?

 

LG, Karsten

0 „Gefällt mir“-Angaben
Nachricht 16 von 16

rewedesk
Advisor
Advisor
Akzeptierte Lösung

Ja, siehe Bild.

 

2020-05-03_17-51-47.png

Nimm als Kontur die Mitte aus der oberen Kontur. 

Wichtig ist als Model den Körper anzugeben.

 

Anbei die (hoffentlich) korrekte Datei.

Ach ja, ich hab hier einen 8mm Fräser genommen, weil die Nut für einen 10mm zu schmal designt ist. Dann sieht die Fräsbahn nicht so gut aus, weil er in den Ecken Probleme hat und mehrfach ansetzt. Wenn du die Nut 10mm haben willst, solltest du sie etwas großzügiger gestalten, dann klappt es auch mit dem 10er. Für das Fräsergebnis spielt das dann keine Rolle, weil er ja nur die Mitte der Fräsbahn abfährt.

 

Reiner