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AutoCAD - ANHEBEN erzeugt verformtes/ungeformtes 3D-Modell an Kopfenden

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GELÖST
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Nachricht 1 von 5
cetaphil
844 Aufrufe, 4 Antworten

AutoCAD - ANHEBEN erzeugt verformtes/ungeformtes 3D-Modell an Kopfenden

Wir beobachten gerade ein Phänomen beim Ausführen des Kommandos ANHEBEN, das wir uns nicht erklären können. In den beiden beiliegenden Modellphotos lässt sich deutlich erkennen, wie der Körper am Ende deutlich gewölbt und ungeformt - um nicht zu sagen verformt - erscheint.

 

Wichtig: bei den ANGEHOBENEN Querschnitten handelt es sich nicht um Ellipsen - sondern um individuell geformte SPLINES und POLYLINIEN. So ist die Grundrisshälfte ein SPLINE (= 1. Querschnitt, der beim ANHEBEN ausgewählt wird) und die Längsrisshälfte eine POLYLINIE, (= 2. Querschnitt, der beim ANHEBEN ausgewählt wird, danach die gegenüberliegende 2. Grundrisshälfte) die über eine FÜHRUNGSLINIE verbunden werden.

 

Unser Ziel: einen fließenden Übergang auch an den Kopfenden sicher zu stellen.

 

Vielleicht lässt sich das Kommando ANHEBEN ja noch weiter parametrieren und so beeinflussen, dass wir den gewünschten flüssigen Übergang erzielen können. Oder braucht es wider Erwarten mehr Querschnitte um die Berechnung während des ANHEBENS wohlgeformter umsetzen zu lassen?

 

WICHTIGER HINWEIS: die Verformung tritt genau ab der Stelle auf, wo die POLYLINIE für den LÄNGSRISS von einem KREIS-Ausschnitt in einen direkt angefügten BOGEN übergeht - obwohl die beiden Hälften des LÄNGSRISSES in separaten POLYLINIEN VERBUNDEN wurden. Scheinbar berücksichtigt AUTOCAD bei der Flächenberechnung die Segmente der POLYLINIE und erzeugt dadurch die Verformung. Besonders hilfreich sind die beigelegten Fotos, die das Modell auch von der Seite zeigen und die Verformung deutlich belegen.

 

Lässt sich das aus Eurer Perspektive vermeiden? Habt Ihr eine Idee wie? Ggf. durch mehr Führungslinien?

 

verformung1.png

 

verformung2.png

 

verformung3.png

 

@cetaphil:

Die Themenüberschrift wurde zum besseren Verständnis von @Thomas_Stuehle editiert. Original: ANHEBEN erzeugt verformtes/ungeformtes 3D-Modell an Kopfenden. Die an den Beitrag angehängten Bilder wurden von @Thomas_Stuehle in den Beitrag integriert.

4 ANTWORTEN 4
Nachricht 2 von 5
j.palmeL29YX
als Antwort auf: cetaphil


@cetaphil  schrieb:

 

Vielleicht lässt sich das Kommando ANHEBEN ja noch weiter parametrieren und so beeinflussen, dass wir den gewünschten flüssigen Übergang erzielen können.

 


 

Die Optionen, die ANHEBEN bereitstellt kannst Du sicherlich selbst ausprobieren. Beachte auch was sich hinter "Einstellungen" findet. Versteckte oder undokumentierte Optionen sind mir nicht bekannt.

 


@cetaphil  schrieb:

Oder braucht es wider Erwarten mehr Querschnitte um die Berechnung während des ANHEBENS wohlgeformter umsetzen zu lassen?

 


Im Gegenteil - mehr Querschnitte führen eher zu "unruhigen" (welligen) Ergebnissen. Das schließt aber nicht aus, daß in  Deinem konkreten Falle ein weiterer Querschnitt hilfreich sein könnte.

 

Und da bin ich beim Konjunktiv gelandet. Ohne die .dwg zu sehen kann man hier schwer austüfteln, was hilfreich wäre.

Also - wenns kein Betriebsgeheimnis ist - dwg hochladen und wir werden schauen was sich machen läßt.

 

[Nachtrag]:

Manchmal hilft auch, das Modell aus Einzelstücken zusammenzusetzen. Als Beipiel, man hat die Querschnitte 1,2,3,4,5,6 und 7. Nun modelliert man erst von Querschnitt 1 bis 4, dann ein weiteres Anheben von Querschnitt 5 bis 7. Die Lücke dazwischen letztlich mit Flächemisch (_surfblendf) schließen. Ob das zum gewünschten Ergebnis führt  läßt sich aber immer nur am konkreten Einzelfall prüfen.

 

 

cadder

Jürgen Palme
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Nachricht 3 von 5
Thomas_Stuehle
als Antwort auf: j.palmeL29YX

Hallo @cetaphil,

 

haben Dir die Tipps von @j.palmeL29YX weitergeholfen?

 

Könntest Du uns kurz eine Rückmeldung geben, damit die Mitglieder im Forum wissen ob bei dir alles funktioniert hat oder ob du noch weitere Unterstützung benötigst. Wenn alles in Ordnung ist, klick bitte auf den Button "Als Lösung akzeptieren" und markiere den Beitrag, der geholfen hat, als Lösung damit andere Nutzer auch davon profitieren.

 

Viele Grüße,

Thomas

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Thomas Stühle
Technical Support Specialist
Nachricht 4 von 5
j.palmeL29YX
als Antwort auf: Thomas_Stuehle


@Thomas_Stuehle  schrieb:

Hallo @cetaphil,

 

haben Dir die Tipps von @j.palmeL29YX weitergeholfen?

 

Könntest Du uns kurz eine Rückmeldung geben, damit die Mitglieder im Forum wissen ob bei dir alles funktioniert hat oder ob du noch weitere Unterstützung benötigst. Wenn alles in Ordnung ist, klick bitte auf den Button "Als Lösung akzeptieren" und markiere den Beitrag, der geholfen hat, als Lösung damit andere Nutzer auch davon profitieren.

 

Viele Grüße,

Thomas


 

Hallo Thomas,

 

FYI:

Bei dem Modell handelt es sich um sensible Daten, die @cetaphil  nicht in der Öffentlichkeit zeigen will/darf. Wir haben das Problem inzwischen per PM weiterbearbeitet und sind der Lösung ziemlich nahe (falls nicht sogar schon gelöst. Mir fehlt noch die letzte Rückmeldung von @cetaphil).

Ich habe ihn auch darauf hingewiesen, daß es nicht im Sinn diese Forums ist, Probleme "intern" zu lösen. Er hat mir aber zugesagt, abschließend so viel von der Lösungsfindung zu publizieren wie er verantworten kann.

Lassen wir ihm noch ein wenig Zeit ...

 

Ein Bild vom akuellen Bearbeitungsstand hänge ich mal an.

 

Gruß

Jürgen (cadder)

Jürgen Palme
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EESignature

Nachricht 5 von 5
cetaphil
als Antwort auf: j.palmeL29YX

AutoCAD reagiert sensibel auf komplexe geometrische Zwangsbedingungen beim ANHEBEN. Deshalb kommt es gerade beim ANHEBEN gar nicht so selten vor, dass der Vorgang abgebrochen wird. Schade, dass AutoCAD den Vorgang dann nur mit Fehlercodes quittiert, die selbst in der Online-Hilfe nicht zu finden sind.

 

Dennoch war es in Zusammenarbeit mit CADDER möglich herauszufinden wie das Ergebnis des Kommandos ANHEBEN deutlich optimiert und verbessert werden kann. Und auch hier zeigt sich: manchmal genügt eine geringfügige Veränderung der Randbedingungen (Ausgangskontur(en)), und schon klappt's. Doch helfen da nur Geduld und aus langjähriger Erfahrung gereifte Intuition. So auch hier. Anbei die Rückmeldung vom Profi "Cadder":

 

Das Problem ist vermutlich die obere Längsrißkurve. Der Versuch die obere Längsrißkurve (aus 3 Bogensegmenten bestehende Polylinie) durch einen Spline zu ersetzten (mehrere Punkte mittels Teilen platziert und dann den Spline punktweise "nachgezeichnet") erzeugt deutlich bessere Ergebnisse beim Ausführen des ANHEBEN-Kommandos (siehe auch Screenshot anbei).

 

Zusätzliche Hinweise: an dieser Polylinie wurden von CADDER noch einige Unschönheiten (insbes. nicht tangentiale Übergänge) entdeckt, deren Beseitigung die Qualität des Ergebnisses durchaus noch verbessern dürfte.

Folgende Probleme: (siehe auch Screenshot anbei)

- links kein tangentialer Übergang zwischen dem Radius R6.754 und dem unteren Radius 10.625

- links kein tangentialer Übergang zwischen dem Radius R6.754 und dem großen Radius R1038.375

- rechts kein tangentialer Übergang zwischen dem Radius R7.389 und dem unteren Radius R10.625

- rechts kein tangentialer Übergang zwischen dem Radius R7.389 und dem großen Radius R1038.375

- der Zentrumspunkt des großen Kreisbogens R1038.375 ist um ca. 5.79 gegenüber der Symmetrie nach rechts verschoben. Ist das so gewollt?

 

"Cadder" ist sich sicher, daß durch eine sauberere Geometrie (durchgängig tangentiale Übergänge) die Qualität des Ergebnisses noch weiter zu verbessern ist.

 

Zusätzlich zeigt "Cadder" im folgenden Video "RepairCurve" (unwichtiges ausgeblendet) eindrucksvoll auf, wie auf der Basis von fest vorgegeben Koordinaten/Fixpunkten tangentiale Bögen bzw. Kreisausschnitte erzeugt werden können. Das ist gerade in diesem Beispiel von Bedeutung um die Qualität des ANHEBEN-Vorgangs weiter zu verbessern. Das Video enthält auch plastische Hinweise, wie einfach die Existenz von tangentialen Übergängen visualisiert werden kann - ohne jedoch hinreichend zu sein. Der Text von Cadder dazu unter Einsatz der PARAMETRIK in AutoCAD:

 

Zunächst zeige ich, daß die Tangentialitäten fehlen.

- Linie zeichnen vom Zentrumspunkt des großen Bogens  zum Endpunkt.

- Linie zeichnen vom Zentrumspunkt des kleinen Bogens nach irgendwohin.

Da der Zentrumspunkt des kleinen Bogens (Startpunkt der zuletzt gezeineten Linie) nicht auf der Höhe der Querschnittkontur liegt (zu tief) kann also links keine Tangentialität zum unteren kleinen Bogen bestehen. Weiter: Da der Zentrumspunkt des kleinen Bogens nicht auf der zuerst gezeichneten langen Linie liegt gibt es keine Tangentialität zwischen dem kleinen und dem großen Bogen. (Hinweis: Mit dieser Methode kann man nicht beweisen, daß Tangentialität vorhanden ist. Der Fehler könnte ja so klein sein, daß man die Abweichungen optisch nicht erkennt. Aber als (ich nenne das immer) "Negativbeweis" kann das Verfahren durchaus herhalten. Die Abweichnunge sind so groß, daß mit Sicherheit keine Tangentialität besteht. )

 

Nun zur eigentlichen Konstruktion des 2fach tangentialen Endbogens.

- BKS senkrecht stellen - um die X-Achse um 90° drehen (im Video nicht zu sehen).

- Polylinie zerlegen. Es entstehen 3 Bögen

Am Endpunkt des großen Bogens habe ich zur späteren Kontrolle einen Punkt gezeichnet, da oben gesagt wurde, dieser Punkt dürfe sich nicht verändern. Im Folgenden wird man sehen, daß er sich verschieben wird. Aber wie bereits gesagt, wenn diese Restriktion wirklich so besteht, ist kein tangentialer Übergang möglich).

- die beiden kleinen Bögen löschen und den großen Bogen um einen beliebigen Betrag verlängern

- Ausgehend vom linken Endpunkt eine horizontale (ORTHO) Linie zeichnen.

- einen beliebigen Kreis zeichnen

- den großen Bogen und die soeben gezeichnete Linie (sowohl die Linie selbst aus auch deren linken Endpunkt) fixieren, damit sie sich nicht ungewollt wegbewegen können.

- Weitere geometrische Abhängigkeiten vergeben:

** Zentrumspunkt des Kreises koinzident auf das Objekt Linie

** linken Endpunkt der Linie koinzident auf das Objekt Kreis

** Tangentialität zwischen Kreis und großen Bogen.

- alles wegstutzen was nicht gebraucht wird.

 

Der Rest ist trivial (nicht mehr im Video gezeigt).

- das gleiche Procedere auf der rechten Seite wiederholen.

- die zwei neu gezeichhneten Bögen mit dem großen Bogen zu einer Polylinie verbinden.

- Mit dem Befehl Teilen mehrere Punkte auf der Polylinie platzieren (je nach gewünschter Genauigkeit, ich hatte 100 genommen).

- Spline über alle diese Punkte incl. der beiden Endpunkte legen (Ofang Punkt) . Bißchen mühsam, aber man muß es mit der Punktdichte ja nicht übertreiben.

 

Mit diesem Spline, den beiden Querschnittrissen und der unteren Längsriß-Polylinie läßt sich unter Einbeziehung der Führungskontur ein recht akzeptabel erscheinendes Modell mit Anheben erstellen.

Eventuell notwendiges Feintuning nach Eurem Ermessen.

 

cadder

 

Wir sind von der Professionalität und der Qualität der Unterstützung durch "Cadder" und seiner Expertise äußerst positiv überrascht. Ganz klar ein dickes Lob an ihn, seine Reaktionsgeschwindigkeit und die eindrucksvollen plastischen Videos, die äußerst hilfreich sind.

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